Portret van Arnold Janssen

Geschichte des Klosterdorfs Steyl

Die Entstehungsgeschichte von Steyl ist eng verbunden mit der hier günstigen Überbrückungsmöglichkeit der Maas und des dadurch entstandenen Hafens. Schon zur römischen Zeit verschiffte man von hier aus lehmhaltigen Boden für die Herstellung von Ziegeln. Später war er ein wichtiger Umschlagplatz für Waren von und nach Deutschland. Der Handel bescherte einigen Kaufleuten aus Steyl einen relativ großen Reichtum. Davon zeugen noch heute die prächtigen Villen, die sie sich bauten. Der alte Lehmwall an der Maas ist heute verschwunden.

Der alte Dorfkern bietet noch ein gutes Bild der reichen Vergangenheit.
Wegen des sogenannten Kulturkampfes in Deutschland, in dem viele Ordensgemeinschaften das Land verlassen mussten und neue Gründungen verboten waren, kam der in Goch geborene Arnold Janssen 1875 nach Steyl. Übrigens wurden entlang der niederländisch-deutschen Grenze viele neue Ordensniederlassungen gegründet. So gründete auch Arnold Janssen hier in relativ kurzer Zeit drei Ordensgemeinschaften, zwei mit direkt missionarischer Zielsetzung und eine kontemplative Gemeinschaft (Anbetungsschwestern). In Steyl haben sich dann noch andere Ordensgemeinschaften, die aus ihren Heimatländern vertrieben wurden, niedergelassen. So die Schwestern der Göttlichen Vorsehung aus Münster, die Chorfrauen des hl. Augustinus B.M.V. aus Essen und aus Lyon die Kapuziner. Die Ordensleute ließen sich in alten Kaufmannsvillen nieder, bauten sie aus oder um oder bauten ganz neue Klosterkomplexe. Steyl wurde so ein Dorf voller Klöster mit sehr schönen Gärten.

Das Dorf Steyl gehört heut zur Stadt Venlo. Im Jahr 2008 wurde der alte Kern von Steyl offiziell zum Nationalen Kulturerbgut der Niederlande erklärt. Eine geschützte „Dorfansicht“: Klosterdorf Steyl.

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